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Montepulciano d'Abruzzo DOC, Villa Medoro

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Artikelnummer: 50358
Land: Italien
Region: Abruzzen
Jahrgang: 2008
Produzent: Villa Medoro
Volumen: 13.50
Artikelgruppe E-Commerce: Rotweine
Abf: 75cl
Grossgebinde: CAR/12 (12.00)
Preis: CHF 13.90
Artikel bestellen: 
Traubensorten: 
100% Montepulciano
Genussreif ab: sofort
   
Minimale
Trinktemperatur:
 16°C
Maximale
Trinktemperatur:
 18°C
 

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Vinifikation / Ausbau
8-monatiger Ausbau in einmal gebrauchten Barriques, nicht filtriert.
Terroir
Atri, Provinz Teramo, Abruzzen
Charakter
Bereits der „kleinste“ der mehrfach ausgezeichneten Montepulciano-Weine der Aufsteigerin Villa Medoro beegeistert vollauf! Er zeigt, was für ein Potential in dieser bis heute weit unterbewerteten Traubensorte steckt. Ein eleganter und doch gehaltvoller, ausgewogener Wein mit einer sehr sauberen, für den Montepulciano d'Abruzzo so typischen Nase nach Kirschen und generell Steinfrüchten.
Trinkempfehlung / Konsumationshinweis
Ideal zur typisch mediterranen Küche wie z.B. aromatische Antipasti sott'olio, deftige Pastagerichte oder saftige Fleischspeisen.
Geschichte
Die Region Abruzzen, die landschaftlich sowie kulinarisch sehr reizvoll und auch noch unverdorben ist, zählt in den Köpfen der meisten Italiener bereits zum Süden, obwohl sie sich breitengradmässig auf der Höhe von Rom bzw. der südlichen Toskana befindet. Die dort heimische Traube Montepulciano d'Abruzzo fristet seit Jahren ein Aschenputtel-Dasein, obwohl viele profunde Kenner und Liebhaber des italienischen Weins der Überzeugung sind, dass es sich bei dieser alteingesessenen Sorte um eine wahre Königin handelt. Allerdings haben die rund 40 Genossenschaftskellereien, die es in den Abruzzen gibt und die zu Tiefstpreisen Unmengen von unsauberem, untypischem Montepulciano d'Abruzzo in die ganze Welt liefern, seinen Ruf als billigen Verschnittwein bzw. „Vino della Casa“ zementiert.

Diesmal hat nicht ein Prinz die schöne Prinzessin von ihrem unwürdigen Schicksal befreit, sondern eine „junge Löwin“, wie Italiens gefürchteter Weinpapst, Daniele Cernilli, die temperamentvolle Dottoressa Federica Morricone bezeichnet. Unbeeindruckt von der Kritik und dem Widerstand der ewig Gestrigen verfolgte die studierte Anwältin ihre Vision, grosse Weine aus dieser verkannten Rebsorte zu keltern.

Hätte sie geahnt, dass der vom Grossvater geerbte, 30 Hektar grosse Weinberg einst eine so intensive Leidenschaft in ihr entfachen würde, hätte sich Federica statt für die Jurisprudenz mit Sicherheit für die Önologie entschieden. Wie die meisten abruzzesischen Weinberg-Besitzer lieferte auch die Familie Della Loggia-Morricone ihre Trauben in die „Cantina Sociale“. Anfang der 90er Jahre bot ihnen jedoch eine Privatkellerei mehr Geld für ihr Traubengut an. Der Qualitätsanspruch dieser Kellerei stieg von Jahr zu Jahr, so dass sich die Familie eines Tages vor die Frage gestellt sah, den alten, mit Pergola bestückten Rebberg entweder neu zu bepflanzen oder zu verkaufen. Man entschied sich für die erste Variante, erwarb gleichzeitig zusätzliche 70 Hektar Land und bepflanzte alles im qualitativ hochwertigeren, aber ertragsschwächeren Guyot-System, baute einen modernen Keller und kaufte französische Barriques. Zu diesem Zeitpunkt entbrannte in der jungen Federica der Ehrgeiz, dem Montepulciano d'Abruzzo den Platz im italienischen Weinolymp zu sichern, der ihm auch tatsächlich zusteht.

In nur sechs Jahren hat es Federica Morricone mit ihrem dynamischen, professionellen Team von zwei Agronomen und einem Önologen geschafft, die meistbeachteten Weine der Region Abruzzen zu erzeugen. Der Weinführer Vini d'Italia/Gambero Rosso belohnt dieses Streben in der Ausgabe 2007 mit der Auszeichnung „cantina emergente dell'anno“ (Aufsteigerkellerei des Jahres).