Marie-Bernard Gillioz

Als einzige Tochter mit sechs Brüdern war es eher unwahrscheinlich, dass die Winzertochter aus St. Léonard, Marie-Bernard Gillioz, eines Tages das väterliche Weingut übernehmen könne und so entschied sie sich vorerst Lehrerin zu werden. Nach 12 Jahren unterrichten, studierte sie dann doch noch Weinbau in Changins bevor sie in die Fussstapfen ihres Vaters stieg. Der Erfolg gibt ihr Recht, wurde ihr Weingut doch vom Gault&Millau unter die 100 besten Weingüter des Landes gewählt. Marie-Bernard gehört heute ohne Zweifel zu den grössten Winzerinnen der Schweiz.
Die sympathische Weinmacherin besitzt knapp 4 Hektaren Reben in den Steilhanglagen der Gemeinden Sion und St.-Léonard. In Einklang mit der Natur (die meisten ihrer Weine besitzen das Vinatura-Label) produziert sie dort Spitzenweine aus den typischen Walliser Rebsorten. Sie sagt: „Ich mag die direkte Verbindung mit der Erde, sie anzufassen, sie zu schmecken und zu fühlen… Der Schiefer, der die Hitze der Sonne aufnimmt, die Geschmeidigkeit des Lössbodens unter meinen Fingern, der fast brennende Boden im Juli und seine Frische kurz nach dem Regen…“ Marie-Bernard respektiert die Natur, kennt jeden ihrer Rebstöcke persönlich und versucht ein ideales Gleichgewicht für ihre Reben und Böden sowie eine gute Biodiversität zu finden. Im Keller wird jede Parzelle separat vinifiziert und möglichst wenig interveniert. Das Resultat ist beeindruckend. Noch selten durften wir einen so hinreissenden und mineralischen Petite Arvine degustieren und ihr Cornalin, mit seiner wilden und ungestümen Art macht uns praktisch sprachlos. Auch wenn nur in sehr kleinen Mengen erhältlich, freuen wir uns ihren Petite Arvine, ihren Syrah, den Humagne Rouge sowie den Cornalin anzubieten.